Wissenschaftlicher Redakteur (m/w/d) für den Transferbereich im Forschungslabor „Materialität jüdischer Kultur“
Leibniz-gemeinschaft – Leipzig
Über das Institut
Das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI) erforscht interdisziplinär und epochenübergreifend jüdische Lebenswelten im mittleren und östlichen Europa von der Neuzeit bis in die Gegenwart. Die Forschungsarbeit nimmt eine gesamteuropäische Perspektive ein und umfasst die Räume der jüdischen Emigration, insbesondere Israel und die Amerikas. Es vertritt diesen Gegenstand in der universitären Lehre und präsentiert die Ergebnisse seiner Forschung in unterschiedlichen Formaten der akademischen und allgemeinen Öffentlichkeit. Das DI arbeitet eng mit der Universität Leipzig sowie mit der Hebräischen Universität Jerusalem zusammen. Darüber hinaus unterhält es Kooperationsbeziehungen zu zahlreichen Einrichtungen in Israel, den USA, Europa und Deutschland und stellt einen Ort des Austauschs für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt dar.
Über das Forschungslabor
Am Dubnow-Institut wird ab 2027 ein Forschungslabor aufgebaut, das sich Inhalten und Methoden der materiellen Kulturforschung widmen wird. Das Vorhaben trägt der Tatsache Rechnung, dass die Erforschung jüdischer Geschichte mit einer Überlieferungssituation konfrontiert ist, die eine auf Verlust und Fragmentierung gerichtete Epistemik erfordert, der allgemeine Sammlungs- und Archivtheorien bislang nicht ausreichend gerecht werden. Als experimentell arbeitender Querschnittsbereich wird das Labor thematische Impulse aus den drei Forschungsressorts des Instituts „Politik“, „Recht“ und „Wissen“ aufnehmen und sie mit neuen methodischen Zugängen verknüpfen. Verbunden wird diese strategische Erweiterung mit der Entwicklung einer Open-Science-Strategie und der digitalen Transformation von Forschung und Transferpraktiken im Sinne der FAIR-Prinzipien.
Rahmenbedingungen
Am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI) ist zum 1.1.2027 die Stelle als Wissenschaftlicher Redakteur (m/w/d) für den Transferbereich im Forschungslabor „Materialität jüdischer Kultur“ zu besetzen. Die Stelle umfasst 100% VZÄ (40h/Woche). Die Vergütung erfolgt bei vorhandener Qualifikation nach der Entgeltgruppe 13 TV-L. Das Arbeitsverhältnis ist zunächst für die Dauer von 2 Jahren befristet, wobei eine Entfristung vorgesehen ist. Die Stelle ist vorzugsweise in Vollzeit zu besetzen; eine Teilzeitbeschäftigung ist möglich.
Ihre Aufgaben
- Verantwortliche Aufbereitung und formatspezifische Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte für die wissenschaftliche und allgemeine Öffentlichkeit im Rahmen der Umsetzung etablierter und innovativer crossmedialer Publikationsformate – in Printpublikationen, digitalen Publikationen, im Web und in audiovisuellen Formaten.
- Redaktion, Lektorat und Qualitätssicherung komplexer wissenschaftlicher Texte im thematischen Profil des Instituts – einschließlich fremdsprachiger Übersetzungen –;
- Mitentwicklung und Begleitung neuer digitaler und hybrider Publikationsformate von Konzeption über redaktionelle Umsetzung bis zur Veröffentlichung;
- Beteiligung an der Entwicklung einer Open-Science-Strategie und der digitalen Transformation von Forschung und Transferpraktiken im Sinne der FAIR-Prinzipien;
- Recherche, Auswahl und redaktionelle Aufbereitung verschiedenster Bildquellen sowie deren wissenschaftliche Kontextualisierung und Integration in unterschiedliche Publikationsformate; Klärung und Dokumentation von Bildrechten und Bildnachweisen;
- Tätigkeit an der Schnittstelle zwischen Wissenschaftlicher Redaktion und Forschungslabor sowie enge Zusammenarbeit mit den Leitungen und Teams beider Bereiche bei Konzeption, Umsetzung und Projektdokumentation von Vorhaben;
- Zusammenarbeit mit Wissenschaftler:innen, Herausgeber:innen, Verlagen und weiteren an der Entwicklung und Koordination crossmedialer Publikationsformate Beteiligten.
Ihr Profil
- Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder Promotion) in einer sozial-, geistes- oder kulturwissenschaftlichen Disziplin mit historischem Schwerpunkt;
- ausgeprägtes fachliches Interesse am Gegenstandsbereich des Instituts und seinen Forschungs- und Arbeitsfeldern sowie an den Fragestellungen des Forschungslabors, insbesondere an dessen Schwerpunkt auf Materialität;
- hervorragende schriftliche Ausdrucksfähigkeit sowie ausgeprägte redaktionelle und stilistische Sicherheit im Umgang mit deutsch- und englischsprachigen Texten;
- mehrjährige Erfahrung in der Konzeption und Umsetzung wissenschaftlicher Publikationsformate in einem einschlägigen Verlag und/oder einer Forschungseinrichtung;
- strukturierte, sorgfältige, ergebnisorientierte und eigenverantwortliche Arbeitsweise bei hoher Arbeitsqualität;
- Team- und Kommunikationsfähigkeit, Kreativität, wissenschaftliche Neugier sowie Aufgeschlossenheit gegenüber etablierten und neuen Formen des wissenschaftlichen Publizierens.
Von Vorteil
- Hebräischkenntnisse sowie Kenntnisse in anderen, insbesondere osteuropäischen Sprachen;
- Erfahrungen in der Planung, Umsetzung und Pflege digitaler Editionen und Living Handbooks.
Wir bieten
- Vergütung und Sozialleistungen nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) inklusive Jahressonderzahlung sowie zusätzlicher betrieblicher Altersvorsorge (VBL);
- ein anregendes Arbeitsumfeld mit Raum für Eigeninitiative in einem international und interdisziplinär geprägten Umfeld;
- einen Arbeitsplatz in zentraler Lage in Leipzig (sehr gute ÖPNV-Anbindung) und in einer Region mit hoher Lebensqualität;
- flexible Arbeitszeitgestaltung im Rahmen der Erfordernisse des Arbeitsgebietes (Gleitzeitregelung) sowie Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Diversität und Inklusion
Uns ist ein vielfältiges Team wichtig. Wir begrüßen daher alle qualifizierten Bewerbungen – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft sowie Religion. Bewerbungen von Schwerbehinderten werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt berücksichtigt. Das DI fördert die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf unter anderem durch ein flexibles Arbeitszeitmodell.
Bewerbungshinweise
Bitte senden Sie Ihre Bewerbung einschließlich Motivationsschreiben, tabellarischem Lebenslauf, Abschlusszeugnissen sowie Kopien relevanter Zeugnisse und Beurteilungen bis zum 28.10.2026 elektronisch an das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow. Bewerbungen sollten in einer einzigen PDF-Datei gesendet werden. Kosten für ein Vorstellungsgespräch können vom Institut leider nicht übernommen werden.