Wissenschaftliche*r Fachreferent*in

Initiative D21 e.V. – Remote

Wir suchen möglichst zum August 2026 einen wissenschaftlichen Fachreferent*in für die Initiative D21 e. V. mit Sitz in Berlin-Mitte (30 Std./Woche, Remote mit gelegentlichen Vor-Ort-Terminen, Projektstelle befristet auf 4 Jahre).

Deutschland digitalisiert sich, aber nicht für alle im gleichen Maß. Wer vom digitalen Wandel profitiert, wer außen vor bleibt und aus welchen Gründen das geschieht, ist entscheidend dafür, ob politische Maßnahmen wirklich wirken. Genau an dieser Schnittstelle arbeiten wir: Wir analysieren Entwicklungen, ordnen sie ein und bringen die Ergebnisse in aktuelle Debatten ein. Wir suchen eine Person, die beides mitbringt: empirisch fundiertes Arbeiten und ein Gespür dafür, was in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gerade verhandelt wird.

Die Initiative D21 – Gestalterin der Digitalen Gesellschaft

Die Initiative D21 ist Deutschlands größtes gemeinnütziges Netzwerk für die digitale Gesellschaft. Digitale Transformationen verändern, wie wir arbeiten, leben und zusammen Entscheidungen treffen — aber sie gestalten sich nicht von selbst. Seit 1999 bringen wir als unabhängige Plattform Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um genau das zu tun: gesellschaftlich relevante Entwicklungen frühzeitig erkennen, evidenzbasiert einordnen und in Empfehlungen überführen, die allen Menschen dienen.

Über das Projekt

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) geförderten Projekts „Mechanismen digitaler Ungleichheit“ untersucht die Initiative D21, wie digitale Ungleichheiten in Deutschland entstehen und wie digitale Teilhabe für möglichst viele Menschen gestärkt werden kann. Die Ergebnisse fließen direkt in laufende politische Debatten ein – von der nationalen, altersübergreifenden Kompetenzoffensive bis zu KI-Strategien auf Bundes- und Länderebene. Dazu werden bevölkerungsrepräsentative Studien durchgeführt, ausgewertet und in Publikationen sowie Transferformaten für Politik, Praxis, Wissenschaft und Öffentlichkeit aufbereitet. Im Fokus steht die Frage, unter welchen Voraussetzungen digitale Kompetenzen, Zugänge und unterstützende Rahmenbedingungen dazu beitragen, dass digitale Technologien Menschen im Alltag tatsächlich befähigen, entlasten und gesellschaftliche Teilhabe fördern.

Du – unsere neuer wissenschaftlicher Referentin

Du arbeitest an der Schnittstelle von empirischer Sozialforschung und gesellschaftspolitischer Wirkung – und genau diese Verbindung ist für dich kein Kompromiss, sondern der Kern deiner Arbeit.

Du verstehst, was in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gerade diskutiert wird: welche Narrative Entscheidungsträger*innen rund um Themen wie KI, digitale Kompetenzen oder Ungleichheit bewegen. Du kannst einschätzen, wo Evidenz gebraucht wird, um Debatten zu versachlichen, und wo Forschungsergebnisse politisch anschlussfähig formuliert werden müssen, damit sie wirken. Ohne dieses Gespür landen Studien in Schubladen.

Es reizt dich, nicht nur Daten auszuwerten und Studienprozesse zu konzipieren, sondern auch die zugrunde liegenden Mechanismen digitaler Ungleichheit zu verstehen, diese für unterschiedliche Zielgruppen verständlich aufzubereiten und politische Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Du denkst theoriegeleitet und zugleich anwendungsorientiert. Begriffe und Zusammenhänge wie digitale Teilhabe, digitale Kompetenzen, Resilienz, strukturelle Barrieren, Lebenslagen oder digitale Ungleichheit kannst du fachlich einordnen und in Forschungs-, Auswertungs- und Publikationsprozessen präzise bearbeiten.

Du arbeitest strukturiert, eigenverantwortlich und mit hohem Qualitätsanspruch. Dabei hast du Freude daran, komplexe Studienprojekte inhaltlich zu begleiten, Ergebnisse gemeinsam mit Kolleg*innen und externen Dienstleistern zu analysieren und wissenschaftliche Erkenntnisse in Studienpublikationen, Sonderauswertungen und Transferformaten wirksam werden zu lassen.

Dein Aufgabenbereich im Überblick

Forschung und Studienentwicklung

  • Entwicklung, Planung und inhaltliche Begleitung der Studien und Sonderveröffentlichungen in enger Abstimmung mit dem Projektteam.
  • Konzeptionelle Grundlegung der Studien, insbesondere bei der inhaltlichen Ausarbeitung von Forschungsfragen, Auswertungsmöglichkeiten und Studienschwerpunkten.
  • Entwicklung und Abstimmung von Fragebögen auf Basis des Forschungsmodells und der theoriegeleiteten Projektlogik.
  • Inhaltliche Begleitung der Datenerhebung und enge Abstimmung mit externen Erhebungs- und Auswertungsdienstleister*innen.
  • Mitverantwortung für die statistische Auswertung, Plausibilisierung und wissenschaftliche Einordnung der Befunde, einschließlich der Analyse zentraler Mechanismen digitaler Ungleichheit.

Transfer und politische Anschlussfähigkeit

  • Erstellung von Berichten, Studienpublikationen und weiteren Fachtexten für unterschiedliche Zielgruppen.
  • Aufbereitung zentraler Ergebnisse, sodass sie unmittelbar in laufende politische Debatten – z. B. zur nationalen, altersübergreifenden Kompetenzoffensive, zur KI-Strategie oder zu Fragen der digitalen Teilhabe – eingebracht werden können.
  • Entwicklung von Transferformaten und Briefings, die für Entscheidungsträger*innen in Ministerien, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen verständlich und handlungsorientiert sind.
  • Erarbeitung von Workshops und weiteren Formaten zur Ergebnisdiskussion mit relevanten Stakeholdern aus Politik, Wissenschaft und Praxis.

Dein Profil

Das bringst du mit

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder vergleichbar), idealerweise in Sozialwissenschaften, Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Verwaltungswissenschaft, Psychologie oder einem verwandten Fach.
  • Mindestens drei Jahre einschlägige Berufserfahrung in relevanten Arbeitsbereichen.
  • Vertiefte Kenntnisse in empirischer Forschung und ein sehr gutes Verständnis quantitativer sozialwissenschaftlicher Methoden (deskriptive, inferenzstatistische sowie strukturanalytische Verfahren).
  • Erfahrung in der Konzeption, Durchführung oder inhaltlichen Begleitung von Studien- oder Forschungsprojekten.
  • Sicherheit im Umgang mit Forschungsfragen, Indikatoren, Datenauswertungen und der Interpretation empirischer Ergebnisse.
  • Fähigkeit, komplexe wissenschaftliche Sachverhalte präzise, verständlich und adressat*innengerecht schriftlich aufzubereiten.

Was dich besonders auszeichnet

  • Du verfolgst digitalpolitische Debatten aktiv, hast Interesse an Themen wie digitale Teilhabe, digitale Kompetenzen, gesellschaftliche Ungleichheit, Resilienz und digitaler Wandel und kannst einordnen, welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen gerade auf der Agenda von Ministerien und Unternehmen stehen.
  • Du hast eine ausgeprägte konzeptionelle Stärke und sehr gute analytische Fähigkeiten: Du erkennst, welche Fragen sich lohnen, und weißt, wie man sie präzise bearbeitet.
  • Du weißt, wie man Forschungsergebnisse so kommuniziert, dass sie nicht nur gelesen, sondern auch genutzt werden, von Referatsleitungen, Pressesprecherinnen, Unternehmensvertreterinnen oder Parlamentarier*innen.
  • Du hast Freude an inhaltlicher Koordination, teamorientierter Zusammenarbeit und an der Abstimmung mit externen Projektpartner*innen.
  • Du besitzt ausgeprägte Fähigkeiten zum eigenständigen, strukturierten und sorgfältigen Arbeiten.

Wir bieten dir

  • Direkte Wirkung: Deine Arbeit landet in Bundesministerien, Unternehmensgremien und öffentlichen Debatten. Die Initiative D21 ist ein Netzwerk aus über 140 Mitgliedsorganisationen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft – und du arbeitest mittendrin.
  • Nähe zu politischen Entscheidungsprozessen: Du erlebst hautnah, wie empirische Erkenntnisse in politische Prozesse einfließen und gestaltest diesen Transfer aktiv mit.
  • Eine inhaltlich anspruchsvolle Tätigkeit an einem gesellschaftlich und politisch relevanten Digitalisierungsthema.
  • Ein interdisziplinäres, engagiertes Team mit flachen Hierarchien, kurzen Entscheidungswegen und einer wertschätzenden, kollaborativen Arbeitskultur.
  • Flexible Arbeitszeitgestaltung, mobiles Arbeiten und gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
  • Die Möglichkeit, dich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln, etwa durch Weiterbildung während der Arbeitszeit und den Besuch von Fachkonferenzen.
  • 30 Tage Urlaub pro Kalenderjahr, Ausgleich bei auf ein Wochenende fallenden Feiertagen an Weihnachten und/oder Silvester sowie die Erfassung und den Ausgleich von Überstunden.
  • Working Abroad im europäischen Ausland bis zu vier Wochen im Jahr möglich.
  • Wir arbeiten daran, unsere Arbeit in ihren verschiedenen Facetten diskriminierungskritisch und diversitätssensibel zu gestalten. Uns zeichnet eine kollaborative Zusammenarbeit aus, geleitet durch: Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Vielfalt und Inklusion, Toleranz und Respekt, Umweltschutz und Nachhaltigkeit, Verantwortung und Transparenz.

Die Rahmenbedingungen

  • 30h/Woche (75%-Stelle)
  • Arbeitsort: Remote. Dienstsitz Berlin, gelegentliche Vor-Ort-Termine (anlassbezogen)
  • Vergütung angelehnt an TVöD E13
  • schnellstmöglicher Arbeitsbeginn erwünscht, spätestens ab August 2026
  • Projektstelle befristet auf 4 Jahre (Projektstelle befristet durch öffentliche Förderung)

Bitte lass uns bis zum 5. Juli 2026 folgende Unterlagen digital zukommen:

  • Lebenslauf (Wir nehmen Bewerbungen ohne Foto entgegen)
  • Anschreiben, warum du für die Stelle geeignet bist und du zu uns passt
  • eine Arbeitsprobe (siehe Aufgabenstellung, Format frei wählbar)

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung!