Teilnehmer:innen am Bundesfreiwilligendienst

Naturschutz Berlin-Malchow e. V. – Berlin

Aufgaben

  • Arbeit mit KiTa-Gruppen, Schulklassen, Jugendlichen und Erwachsenen im Bereich ENTDECKEN
  • Arbeitszeit werktags und an den Wochenenden

Über Naturschutz Berlin-Malchow

Der Verein Naturschutz Berlin-Malchow hält Rinder als vierbeinige Landschaftspfleger. Die Beweidung hat das Ziel, die Verbuschung der Weideflächen, die oft in Berliner Schutzgebieten liegen, zu verhindern. So können besondere Lebensräume für wildlebende Tier- und Pflanzenarten dauerhaft erhalten werden. Die Tiere müssen regelmäßig mit Wasser, im Winter zusätzlich mit Heu, versorgt werden.

Seit 2017 hält der Naturschutz Berlin Malchow neben den Schottischen Hochlandrindern auch Deutsche Shorthörner. Im Sickerbecken des Naturschutzgebietes Falkenberger Rieselfelder stehen alle Shorthörner. Die Fläche bot sehr gute Voraussetzungen für die Haltung dieser Rasse. Sie war sehr feucht und stand manchmal sogar unter Wasser. Somit konnten wir den Tieren eine artgerechte Haltung garantieren. Leider haben sich die Bedingungen durch den Klimawandel verändert. Somit ist die Haltung von dieser Rinderrasse nicht mehr möglich und wir müssen uns schweren Herzens von ihnen trennen.

Die Pfosten für die Weidezäune werden regelmäßig von den Mitarbeiter:innen des Naturschutz Berlin-Malchow e. V. ausgetauscht. Dafür werden Baumstämme geschält, das heißt die Borke wird mit einem Schäleisen entfernt. Das ist wichtig, damit die Stämme nicht so schnell vermodern.

Nach dem Pfostenschälen folgt das Pfosten setzen. Dafür wird mit einem Handerdbohrer ca. einen Meter tief in die Erde gebohrt. Der geschälte Baumstamm wird dann in das Loch gehoben. Mit der ausgehobenen Erde wird anschließend das Loch um den Stamm herum wieder gefüllt. Wichtig ist, dass die Erde nach und nach aufgefüllt und zwischendurch mit einem Stampfer festgedrückt wird. Nur so kann der Pfosten langfristig fest im Boden halten.

Die Weiden, auf denen die Rinder stehen und grasen, bieten nicht nur ihnen einen Lebensraum. Durch das Erschaffen von Lesesteinhaufen werden neue Versteckmöglichkeiten für kleine Tiere geschaffen. Lesesteine sind Steine die auf Wiesen, Feldern und Weiden liegen. Da diese Steine, wenn sie verstreut herumliegen bei der Heuernte stören, werden sie zu einem Haufen aufgeschichtet. Diese Lesesteinhaufen sind für Kriechtiere, Insekten, kleine Säugetiere und Pflanzen wertvolle Lebensräume.

Von April bis August ist die Zeit der Wiesenmahd. Die Zäune auf den Weideflächen werden frei gemäht, sodass keine Pflanzen den Stromfluss auf der Metalllitze beeinflussen können. Auch die Flächen werden gepflegt/gemäht, da nicht auf allen Weiden ganzjährig Rinder stehen. Das Mahdgut wird anschließend zusammen getragen und abtransportiert bzw. zu Heuballen gepresst.

Jedes Jahr zwischen September und November werden bei den Schottischen Hochlandrindern Kälbchen geboren. Die Mutterkühe stehen alle gemeinsam auf einer Weide. Sind die Kälbchen geboren, werden sie von ihren Müttern gern im hohen Gras versteckt. Dort kann man sie nur schwer finden. Die Kleinen bleiben dann ungefähr ein halbes Jahr bei den Müttern bis sie dann auf separate Weiden gesetzt werden.

Das Müllproblem ist in vielen Großstädten allgegenwärtig. Überall liegen Verpackungen, Zigarettenstummel, Einwegbecher und Flaschen herum. Das hat schwerwiegende Folgen für die Umwelt. So wird auch für uns Menschen der in die Natur geworfene Müll zur Gefahr. Denn wird der Müll achtlos in der Umwelt entsorgt, lösen sich gefährliche Stoffe. Diese gelangen in den Boden, in die Luft und in das Wasser, und nach gewisser Zeit landen die Stoffe dann auch in unserem Körper. Um diesen Teufelskreis zu unterbrechen und die Umwelt und den Menschen zu schützen, organisiert der Naturschutz Berlin -Malchow Müllsammelaktionen.

Die Streuobstwiesen vom Naturschutz Berlin -Malchow befinden sich in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf. Auf den Flächen stehen viele Obstbäume, verschiedener Sorten und unterschiedlichen Alters. Streuobstwiesen stellen eine artenreiche und biodiversitätsfördernde Alternative zu Monokulturen auf Obstplantagen dar. Die Äpfel aus eigener Ernte von den Streuobstwiesen werden im NaturHofladen verkauft.

Landschaftsbereiche, die unter besonderem Schutz stehen, werden durch Naturschutzschilder gekennzeichnet. In den ausgewählten Gebieten wird der Schutz der Natur und der Landschaft gefördert. Es gibt verschiedene Arten von Schutzgebieten. Man unterscheidet zwischen Naturschutzgebieten, Landschaftsschutzgebieten und Naturdenkmälern. Berlin hat zurzeit 44 Naturschutzgebiete. Um diese zu schützen, werden Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen durchgeführt. Eine Aufgabe vom Naturschutz Berlin-Malchow besteht darin, die Schilder auf den Flächen der Falkenberger Rieselfelder sauber zu halten und Aufkleber und weiteres zu entfernen.

Benjeshecken, auch Totholzhecken genannt bauen wir aus Gehölzresten, welche z. B. nach dem Weidenschnitt oder Zaunfreischnitt anfallen. Sie dienen als neues Biotop, in welchem verschiedenste Tiere Unterschlupf suchen können. Um solch eine Hecke anzulegen, muss man die Äste in verschiedene Richtungen mit der dicken Seite zuerst ineinanderstecken, um ein stabiles Gerüst zu haben, damit die Hecke windfest ist.

Der Amphibienschutzzaun dient dem Arten-schutz und soll verhindern, dass Amphibien im oft intensiven Straßenverkehr überfahren werden. Besonders wichtig sind die Zäune im Frühjahr und im Herbst, weil die Kröten und Lurche zu dieser Zeit wandern. Bei über 5° C erwachen Frösche und Kröten aus der Winterstarre. Dann begeben sich die Tiere auf die Wanderung zu ihren Laichgebieten. Sie wandern jedes Jahr zu den gleichen Gewässern, nämlich zu dem Gewässer, in dem sie sich selbst von der Kaulquappe zum Frosch oder zur Kröte entwickelt haben. Um ihren Weg sicherer zu machen, baut der Naturschutz Berlin-Malchow auf ausgewählten Flächen solche Amphibienschutzzäune auf und kontrolliert diese regelmäßig.

Profil

  • Erfahrung in der Arbeit mit KiTa-Gruppen, Schulklassen, Jugendlichen und Erwachsenen im Bereich ENTDECKEN

Rahmenbedingungen

  • Arbeitszeit werktags und an den Wochenenden

Bewerbung

Ihre Bewerbung richten Sie bitte an:
Naturschutz Berlin-Malchow
unsere Ansprechperson, Dorfstraße 35, 13051 Berlin
Tel. 030 – 92 79 98 30, Fax: 030 – 92 79 98 31
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