Teilnehmer:in am Bundesfreiwilligendienst
Naturschutz Berlin-Malchow e. V. – Berlin
Über das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ)
Das Freiwillige Ökologische Jahr, kurz FÖJ, ist ein Freiwilligendienst. Diesen können die Freiwilligen in unterschiedlichen Bereichen des Natur- und Umweltschutzes leisten. Das FÖJ beginnt in der Regel am 1.9. und endet am 31.8. des Folgejahres. In den Einsatzstellen können die Freiwilligen Erfahrungen sammeln und Einblicke in den Natur-, Umwelt- und Klimaschutz erhalten. Die beruflichen Perspektiven und Ziele können durch dieses Jahr individuell konkretisiert bzw. beschrieben werden. Das Sich-Selbst-Ausprobieren und das Eigene-Erfahrungen-Sammeln stehen im Mittelpunkt des Freiwilligendienstes.
Tätigkeiten auf dem Naturhof Malchow
Die Tätigkeit erfolgt in der Biotoppflege mit Bio-Landwirtschaft sowie in der Arbeit mit KiTa-Gruppen, Schulklassen, Jugendlichen und Erwachsenen im Bereich ENTDECKEN.
Die Aufgaben gliedern sich typischerweise wie folgt:
- April bis August: Zeit der Wiesenmahd. Die Zäune auf den Weideflächen werden freigemäht, sodass keine Pflanzen den Stromfluss auf der Metalllitze beeinflussen können. Auch die Flächen werden gepflegt/gemäht, da nicht auf allen Weiden ganzjährig Rinder stehen. Das Mahdgut wird anschließend zusammengetragen und abtransportiert bzw. zu Heuballen gepresst.
- April: Die Pfosten für die Weidezäune werden regelmäßig ausgetauscht. Dafür werden Baumstämme geschält (Borke mit einem Schäleisen entfernen), damit die Stämme nicht so schnell vermodern.
- Mai: Pfostenschälen und Pfosten setzen. Dafür wird mit einem Handerdbohrer ca. einen Meter tief in die Erde gebohrt. Der geschälte Baumstamm wird dann in das Loch gehoben. Mit der ausgehobenen Erde wird anschließend das Loch um den Stamm herum wieder gefüllt. Die Erde wird nach und nach aufgefüllt und zwischendurch mit einem Stampfer festgedrückt, damit der Pfosten langfristig fest im Boden hält.
- Juni: Erschaffen von Lesesteinhaufen auf den Weiden, auf denen die Rinder grasen, um neue Versteckmöglichkeiten für kleine Tiere (Kriechtiere, Insekten, kleine Säugetiere und Pflanzen) zu schaffen.
- August: Organisation und Durchführung von Müllsammelaktionen, um die Umwelt und den Menschen vor gefährlichen Stoffen zu schützen.
- Oktober: Pflege der Streuobstwiesen in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf. Die Äpfel aus eigener Ernte werden im NaturHofladen verkauft.
- November: Reinigung von Naturschutzschildern auf den Flächen der Falkenberger Rieselfelder und Entfernen von Aufklebern.
- Dezember: Bau von Benjeshecken (Totholzhecken) aus Gehölzresten (z. B. nach Weidenschnitt oder Zaunfreischnitt), die als neues Biotop für verschiedenste Tiere dienen.
- Januar: Versorgung der Rinder (vierbeinige Landschaftspfleger), die zur Verhinderung der Verbuschung von Weideflächen in Berliner Schutzgebieten eingesetzt werden. Die Tiere müssen regelmäßig mit Wasser und im Winter zusätzlich mit Heu versorgt werden.
- Februar: Aufbau und regelmäßige Kontrolle von Amphibienschutzzäunen, um zu verhindern, dass Amphibien (Frösche und Kröten) während ihrer Wanderung zu den Laichgebieten im Straßenverkehr überfahren werden.
Rahmenbedingungen
- Arbeitszeit: Werktags und an den Wochenenden.