Research Group Leader for the Research Area C: Power – Violence – Trauma

Rheinische Friedrich Wilhelms Universität Bonn – Bonn

Aufgaben

Die Universität Bonn ist eine internationale Forschungsuniversität mit einem breiten Spektrum an Fächern. Mit einer 200-jährigen Geschichte, etwa 31.500 Studierenden, mehr als 6.000 Mitarbeitern und einem hervorragenden Ruf in Deutschland und im Ausland ist die Universität Bonn eine der führenden Universitäten in Deutschland und wurde mit dem Status einer Exzellenzuniversität ausgezeichnet.

Das Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) möchte die folgende Position mit Wirkung zum 1. Januar 2027 mit einem befristeten Vertrag bis zum 31. Dezember 2032 besetzen:

Gruppenleiter/in für den Forschungsbereich C: Macht – Gewalt – Trauma

Das BCDSS, ein vom Deutschen Forschungshauptrat gefördertes „Exzellenzcluster“, bietet hervorragende Möglichkeiten für interdisziplinäre und vergleichende Forschung zu verschiedenen Formen von starken asymmetrischen Abhängigkeiten (Strong Asymmetrical Dependencies, SADs) über verschiedene Zeitperioden und Weltregionen hinweg. In seiner ersten Phase (2019–2025) hat das BCDSS erfolgreich das Konzept der SAD als umfassenden analytischen Rahmen entwickelt, um zu verstehen, wie Machtungleichgewichte in der Vergangenheit geformt wurden und wie sie Gesellschaften weltweit bis heute beeinflussen. In seiner zweiten Förderphase (2026–2032) wird das BCDSS die zugrunde liegenden Ursachen und Mechanismen untersuchen, die zur Beständigkeit von SADs in historischen und zeitgenössischen Kontexten beitragen. Unser Ziel ist es, die historisch informierten Abhängigkeitsstudien (Historically Informed Dependency Studies, HIDS) als zentrales interdisziplinäres Feld in den Geisteswissenschaften zu verankern und Wissenschaftler aus den Geistes- und Sozialwissenschaften zu ermutigen, die Analyse von SADs systematisch in die Untersuchung sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Phänomene zu integrieren.

Unsere Forschung konzentriert sich auf fünf Forschungsbereiche:

  • Transitionen und Transformationen von SADs,
  • Ökonomien von SADs,
  • Macht – Gewalt – Trauma,
  • Kulturerbe – Transitional Justice – Erinnerungskulturen,
  • Alternative Archive und Life Writing.

Die erfolgreiche Person wird eine Forschungsgruppe im Forschungsbereich C „Macht – Gewalt – Trauma“ des BCDSS leiten und unabhängige Projekte im Bereich der historisch informierten Abhängigkeitsstudien (HIDS) entwerfen und durchführen, die eng mit den Forschungszielen des Bereichs verknüpft sind. Die Themen können vielfältig sein – von Mikrostudien bis hin zu groß angelegten Ansätzen, in jeder historischen Periode oder geografischen Region. Eine Forschungsgruppe am BCDSS ist eine unabhängige Forschungseinheit, die von einem Nachwuchswissenschaftler geleitet wird, um eine originäre Forschungsagenda zu verfolgen und gleichzeitig ein kleines Team von Forschern zu betreuen. Die erfolgreiche Person wird zwei Doktoranden für die Forschungsgruppe einstellen und eng mit Kollegen des BCDSS zusammenarbeiten, insbesondere mit dem Cluster-Professor für Traumastudien/Geschichte der Gewalt. Darüber hinaus wird die erfolgreiche Person Teil der interdisziplinären und internationalen Forschungsgemeinschaft sein.

Ihre Aufgaben:

  • Entwicklung des Forschungsprofils der Forschungsgruppe zur historischen Beziehung zwischen Gewalt, Trauma und Zwang im Bereich der historisch informierten Abhängigkeitsstudien (HIDS),
  • Rekrutierung und Betreuung von zwei Doktoranden,
  • Akademische Leitung und strategische Entwicklung der Forschungsgruppe und des Forschungsbereichs C,
  • Durchführung eines unabhängigen Forschungsprojekts, das zu einer zweiten Monografie oder einer gleichwertigen Arbeit führt,
  • Entwicklung innovativer theoretischer und methodischer Ansätze zur Analyse von SAD,
  • Organisation und Mitwirkung an internationalen Workshops, Seminaren und Konferenzen,
  • Aufbau nationaler und internationaler Forschungsnetzwerke.

Ihr Profil

  • Mindestens drei Jahre Postdoktoranden-Erfahrung und eine exzellente akademische Bilanz in einem oder mehreren der folgenden Bereiche: Geschichte der Gewalt, Traumastudien, historische Psychologie (ausgenommen die Geschichte der Psychoanalyse) oder einer verwandten Disziplin, die am BCDSS vertreten ist (z. B. Anthropologie, Archäologie, Kunstgeschichte, Geschichte, Rechtswissenschaften, Regionalstudien, Soziologie oder Theologie),
  • Publikationen, die für die Forschungsagenda des BCDSS im Allgemeinen und den Forschungsbereich C im Besonderen relevant sind,
  • Muttersprachliche oder nahezu muttersprachliche Englischkenntnisse,
  • Ein starkes Interesse an der Förderung der Forschung zu HIDS aus einer vergleichenden und interdisziplinären Perspektive,
  • Nachgewiesene Fähigkeit, innovative Forschungsfragen zu entwickeln und sich mit methodischen und epistemologischen Herausforderungen auseinanderzusetzen,
  • Erfahrung in kollaborativer und interdisziplinärer Forschung.

Wir bieten

  • Die Möglichkeit, eine unabhängige Forschungsgruppe aufzubauen und zu leiten, einschließlich der Rekrutierung und Betreuung von zwei Doktoranden,
  • Mitgliedschaft im interdisziplinären und internationalen Forschungsumfeld des Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS),
  • Eine offene, kollaborative und innovative Forschungskultur, die den interdisziplinären Austausch fördert,
  • Mentoring durch zwei Senior-Professoren und umfassende Möglichkeiten zur beruflichen und führungstechnischen Entwicklung,
  • Exzellente institutionelle Unterstützung für unabhängige Forschung, Karriereentwicklung, Familien und Chancengleichheit,
  • Viele Optionen für Universitätssport,
  • Hervorragende Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln dank der zentralen Lage Bonns sowie die Möglichkeit, kostengünstige Parkplätze zu nutzen,
  • Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum Homeoffice,
  • Vergütung nach TV-L Entgeltgruppe 14.

Ihre Bewerbung muss Folgendes enthalten:

  • Anschreiben unter Angabe Ihrer Motivation für eine Tätigkeit am BCDSS (max. 1800 Zeichen inkl. Leerzeichen),
  • Curriculum Vitae,
  • Eine Kopie Ihres Promotionszertifikats,
  • Ein Entwurf der geplanten Forschungsgruppe (max. 10.000 Zeichen inkl. Leerzeichen). Bitte geben Sie Informationen zu folgenden Punkten an:
  • Zentrale Forschungsfragen und Hypothesen;
  • Originalität des vorgeschlagenen Projekts gegenüber der bestehenden Forschung und wichtige Publikationen auf diesem Gebiet (mit Bibliografie),
  • Ausrichtung des Projekts an den allgemeinen Forschungszielen des BCDSS,
  • Relevanz des Projekts insbesondere für den Forschungsbereich C und gegebenenfalls Querverbindungen zu anderen Forschungsbereichen,
  • Prägnante Ideen für zwei Promotionsprojekte,
  • Name und Kontakt von zwei Referenzpersonen (Position, berufliche Adresse und E-Mail).

Die Universität Bonn fördert eine offene, respektvolle und nicht diskriminierende akademische Kultur und setzt sich aktiv für Chancengleichheit und Familienfreundlichkeit ein. Wir streben danach, strukturelle Benachteiligungen zu beseitigen und die Diversität in Forschung, Lehre und Verwaltung zu stärken. Daher begrüßen wir alle Bewerbungen, unabhängig von ethnischer oder sozialer Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion oder Weltanschauung, Behinderung oder Alter.

Bewerbungen von Frauen und Menschen mit einer nachgewiesenen schweren Behinderung (oder einem gleichgestellten Status) werden gemäß dem Landesgleichstellungsgesetz (LGG) NRW und dem Sozialgesetzbuch (SGB) IX bevorzugt berücksichtigt.

Wenn Sie an dieser Position interessiert sind, senden Sie bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen bis zum 15. September 2026 unter Angabe der Referenz 2026/387 per E-Mail ein. Aus technischen Gründen können Bewerbungen nur per E-Mail als einzelne PDF-Datei eingereicht werden.