Rechtsreferendar*in (Anwalts-/Wahlstation im Bereich Legal)

HateAid gGmbH – Berlin

Wir wünschen uns

  • Dein Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthaltsort befinden sich in Deutschland.
  • Du sprichst und schreibst fließend Deutsch und Englisch.
  • Die Nutzung von verschiedenen digitalen Tools zur Organisation und Kommunikation sind dir vertraut und in der Anwendung des MS Office-Pakets fühlst du dich sicher.
  • Du bist ein politisch denkender Mensch und willst dich gegen digitale Gewalt engagieren.
  • Du schätzt unsere vielseitige Gesellschaft und hast den Willen, dich dahingehend weiterzuentwickeln, deinen Blickwinkel zu wechseln und dazuzulernen.

Wir bieten

  • Einen spannenden und relevanten Job für Hirn & Herz an der Schnittstelle von gesellschaftlichen Debatten, Netzpolitik und Recht
  • Ein Team, das zusammenhält, sich zuhört, an einem Strang zieht und gerne lacht
  • Individuelle Supervision/Präventionspsychologie
  • Mobiles Arbeiten innerhalb Deutschlands
  • Die Stelle kann vollständig remote ausgeübt werden oder (hybrid) mit Präsenz in unserem modernen Berliner Büro

Leider können wir als NGO keine Vergütung anbieten.

Intro

Digitale Gewalt hat viele Gesichter und geht heutzutage weit über den Hasskommentar in sozialen Netzwerken hinaus – Menschen werden im Netz beleidigt, verleumdet und bedroht, erleben jedoch auch den Missbrauch und die Manipulation von Bildmaterial, die Veröffentlichung von persönlichen Informationen oder erhalten tagtäglich Dickpics. Versuchen sich die Betroffenen allerdings hiergegen juristisch zur Wehr zu setzen, merken sie schnell, dass es zahlreiche Hürden zu überwinden gilt. Sie werden bei der Anzeigeerstattung abgewiesen, Strafverfahren werden eingestellt und die zivilrechtliche Rechtsdurchsetzung birgt enorme Kostenrisiken und dauert oft Monate oder Jahre.Hier kommt HateAid ins Spiel und dient somit vor allem denjenigen als Anlaufstelle, die selbst nicht den Weg zum Anwalt gefunden hätten. Wir finanzieren Rechtsdurchsetzung und helfen bei der Beweissicherung. Gleichzeitig suchen wir den Austausch mit der Justiz und Strafverfolgungsbehörden, um diese zu sensibilisieren und Rechtsfortbildung voranzutreiben. Politisch setzen wir uns dafür ein, dass sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Betroffenen verbessern und Onlineplattformen in die Pflicht genommen werden – und zwar europaweit. Hierbei haben wir stets den Anspruch an uns selbst, nicht nur den Status quo zu monieren, sondern auch konkrete Lösungsvorschläge zu entwickeln.Die Expertise von HateAid wird dabei von diversen Institutionen geschätzt und fand bereits mehrfach im Deutschen Bundestag und Europäischen Parlament, sowie in diversen Fortbildungsveranstaltungen der Justiz Gehör. Darüber hinaus strengen wir regelmäßig Grundsatzprozesse zur Klärung grundsätzlicher Rechtsfragen der Nutzenden gegen Onlineplattformen an.

Deine zukünftigen Rollen

In den meisten Bundesländern ist es möglich, die Anwaltsstation (teilweise) und die Wahlstation bei uns zu verbringen, wobei du unserer Head of Legal & Policy als Volljuristin zur Ausbildung zugeteilt wärst. Jurist*innen haben bei uns die Möglichkeit, sich dem Thema digitale Gewalt auf vielfältigste Art und Weise zu nähern:

  • bei der Einschätzung der Erfolgsaussichten von Fällen aus unserer Beratung für die Prozesskostenfinanzierung,
  • der Erarbeitung von Gesetzgebungsvorschlägen, Fortbildungsveranstaltungen und Workshops,
  • dem Verfassen von Stellungnahmen und Positionspapieren,
  • der Planung von Kampagnen und Öffentlichkeitsarbeit, die bei uns stets juristische Expertise erfordern,
  • oder bei der rechtspolitischen Arbeit in Europa.

Du wirst mit uns nicht nur für die gute Sache kämpfen, sondern auch in einem vielseitigen und interdisziplinären Team mit verschiedensten beruflichen Hintergründen über den Tellerrand schauen.