Projektreferent*in (w/m/d)

Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk e.V. – Berlin

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk sucht für seine Geschäftsstelle mit Sitz in Berlin für sein Projekt „Campus mit Chuzpe! Israelbezogenem Antisemitismus begegnen“ voraussichtlich zum 01.10.2026 einen Projektreferentin (w/m/d) (80%: 32h/Woche, Vergütung in Anlehnung an den TVöD Bund E13, befristet bis zum 31.12.2027. Eine Verlängerung wird angestrebt.)

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) ist eines der 13 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Begabtenförderungswerke. Seit seiner Gründung 2009 steht ELES für ein traditionsbewusstes, pluralistisches, weltoffenes und selbstbewusstes Judentum. Im Studienwerk treffen sich akademische Exzellenz und Engagement für die jüdische Gemeinschaft und die Gesamtgesellschaft. Mit der gezielten Förderung begabter jüdischer Studierender und Promovierender leistet das Studienwerk zudem einen wichtigen Beitrag für die Ausbildung einer neuen jüdischen Intellektualität.

Das Projekt „Campus mit Chuzpe! Israelbezogenem Antisemitismus begegnen“ wird vom Berliner Senat gefördert und befähigt Studierende an Berliner Hochschulen, Antisemitismus in unterschiedlichen Erscheinungsformen zu erkennen, einzuordnen und ihm handlungssicher entgegenzutreten. Im Fokus stehen israelbezogener Antisemitismus und antisemitische Dynamiken in Hochschuldebatten. Die Teilnehmenden sollen in den Seminaren Wissen zu Antisemitismus erwerben, Wahrnehmungs- und Deutungsmuster reflektieren und Argumentationsfähigkeit entwickeln. Das ELES-Programm „Nie wieder!? Gemeinsam gegen Antisemitismus & für eine plurale Gesellschaft“ fördert seit 2020 den gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus und für eine offene und plurale Gesellschaft. Dem ist das Projekt inhaltlich zugeordnet.

Aufgabengebiet

Bei der Stelle sind die komplette Koordination und Abwicklung des Projekts “Campus mit Chuzpe!“ angesiedelt. Zu den Aufgaben gehören vor allem:

  • selbstständige und eigenverantwortliche inhaltliche Vor- und Nachbereitung sowie Durchführung der konzipierten hochschulöffentlichen Seminare mit dem Schwerpunkt Antisemitismusprävention;
  • Aufbau und Pflege von Kooperationen mit Berliner Hochschulen und weiteren relevanten Akteur*innen;
  • Methoden- und Materialentwicklung (digital und analog);
  • enge Abstimmung mit den anderen Bereichen des ELES-Programms „Nie wieder!?“
  • Teilnahme an Vernetzungstreffen und Fachkonferenzen;
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt;
  • Verantwortung für die ordnungsgemäße Verwendung der Projektmittel sowie für die Sach- und Finanzberichterstattung gegenüber dem Mittelgeber;
  • Dokumentation und Evaluation sowie Aufbereitung der Projekterfahrungen für die Abschlussbroschüre.

Formale Anforderungen

  • abgeschlossene Hochschulausbildung (Master, Magister, Diplom) in Geistes- und/oder Sozialwissenschaften;
  • einschlägige nachgewiesene Berufserfahrung in politischer Bildungsarbeit beziehungsweise in anderen Tätigkeiten im Bereich des Wissenstransfers.

Fachliche Anforderungen

  • Eigenständigkeit, ausgewiesene Erfahrung in der Umsetzung von Projekten;
  • Pädagogische Expertise und nachgewiesene Erfahrung in der Konzeption, Durchführung und Evaluation antisemitismuskritischer Bildungsangebote, insbesondere in der politischen Erwachsenenbildung;
  • fundierte Kenntnisse zu Antisemitismus in seinen historischen und aktuellen Manifestationsformen sowie zu seinen Verschränkungen mit anderen menschenverachtenden Ideologien;
  • fundierte Kenntnisse zum sogenannten Nahostkonflikt, historisch wie aktuell;
  • kompetenter Umgang mit Methoden der politischen Bildungsarbeit;
  • nachweisliche Erfahrung mit der Erstellung von Bildungsmaterialien;
  • versierter Umgang mit den gängigen Computerprogrammen (Word, Excel, Datenbanken) sowie die Bereitschaft, sich weitere Kenntnisse anzueignen;
  • Bereitschaft zur Erkundung und konzeptionellen Einarbeitung von Computer- bzw. Web-basierten Tools für die Bildungsarbeit;
  • sehr gute deutsche und englische Sprachkenntnisse.

Außerfachliche Anforderungen

  • zuverlässiger, ergebnisorientierter, gewissenhafter und strukturierter Arbeitsstil;
  • organisatorisches Geschick und gute Kommunikationsfähigkeit;
  • kollegiale Arbeitsweise und Teamfähigkeit;
  • Loyalität, Integrität, Engagement.

Was wir uns außerdem wünschen

  • Kenntnisse jüdischer Gegenwart in Deutschland und Sensibilität für die Perspektiven jüdischer Communities.

Was wir Ihnen bieten

  • vielfältige und spannende Arbeit in einem motivierten Team
  • Gestaltungsfreiräume
  • flexible Arbeitszeitmodelle
  • gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Vergütung in Anlehnung an den TVöD Bund, Entgeltgruppe 13

Ihre Bewerbungsmappe mit den üblichen Unterlagen (eine Datei im pdf-Format, Einzeldateien werden nicht akzeptiert, ebenso wenig wie andere Dateiformate) senden Sie bitte per E-Mail bis zum 10.09.2026 an:

Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich am 16.09.2026 in Berlin statt.
Kontakt für Nachfragen:

Für das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk hat eine diskriminierungssensible Arbeitsumgebung hohe Priorität. Wir streben an, gesellschaftliche Vielfalt (Diversität) auch innerhalb der Beschäftigten widerzuspiegeln. Wir begrüßen daher Bewerbungen aus allen Altersgruppen, unabhängig von Geschlecht, kultureller und sozialer Herkunft, Behinderung, Religion, Nationalität, Weltanschauung und sexueller Orientierung. Schwerbehinderte Bewerber*innen (d/w/m) werden bei gleicher Eignung und Befähigung entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen bevorzugt berücksichtigt. Fügen Sie bitte ggf. einen Nachweis einer Schwerbehinderung der Bewerbung bei.
Kosten, die im Zusammenhang mit der Bewerbung entstehen, werden nicht erstattet.
Durch die Einreichung Ihrer Bewerbung willigen Sie ein, dass Ihre personenbezogenen Daten durch das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk gespeichert und verarbeitet werden.