Projektmitarbeiter*in
Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V. – Magdeburg, Stendal, Halle
Stellenausschreibung für einen Projektmitarbeiterin – 20 Wochenstunden in Magdeburg, Stendal oder Halle (Saale) vom 01.06. - 31.08.2026
für das Projekt “SENSA – Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen“.
Der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V. arbeitet seit 1994 als Interessenvertretung geflüchteter Menschen mit dem Ziel, ihre Rechte zu stärken und Lebensbedingungen zu verbessern.
Das AMIF-Projekt SENSA sensibilisiert, qualifiziert und vernetzt alle professionell am Asylverfahren Beteiligten in Sachsen-Anhalt und Thüringen zu besonderen Schutzbedarfen und trägt so zu fairen und rechtssicheren Asylverfahren bei. Die Projektpartner Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt und Flüchtlingsrat Thüringen organisieren und erarbeiten Schulungen, Fachtagungen und Publikationen, die Fachberatungsdienste, Sozialbetreuungsdienste und Sprachmittelnde über den Ablauf des Asylverfahrens und relevante Punkte zur Identifizierung besonderer Schutzbedarfe informieren. Die Erstellung eines Handwerkskoffers zu Asylverfahren von unbegleiteter Minderjähriger (umF) ermöglicht zielgruppengerechte und anschauliche Fachberatung für Vormund-*innen und Sozialarbeitende. Durch Fallcoaching und Fachaustausche werden Beratende vernetzt und unterstützt. SENSA sammelt dadurch Hinweise und Problemstellungen aus der Praxis und reicht diese in Gesprächsformaten an Entscheidungstragende weiter.
Das Aufgabenprofil umfasst Tätigkeiten im Schwerpunkt „Unbegleitet Minderjährige“ und „Qualifizierung"
- die eigenständige Organisation und Durchführung von Fachaustauschen, Schulungen, Workshops und Fachtagen zu besonderen Schutzbedarfen im Asylverfahren und GEAS-Reform
- Spezialisierung auf die Identifizierung und Unterstützung von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten
- Fallcoaching für Fachberatungsdienste und Vormund*innen
- Vernetzungsarbeit mit landes- und bundesweiten Expert*innen im Bereich besondere Schutzbedarfe
- Recherche, Auswertung, Analysen zu besonderen Schutzbedarfen und intersektionalen Fragestellungen, Erarbeitung von Lösungsansätzen
- eigenständige Erstellung von Publikationen und Informationsmaterialien
- Öffentlichkeitsarbeit
Von Bewerber*innen wünschen wir uns:
Uns ist bewusst, dass ggf. nicht alle Punkte erfüllt werden können. Wir möchten Sie dennoch ermutigen, sich zu bewerben.
- Sie verfügen über ein abgeschlossenes Studium im Fachbereich Rechtswissenschaften, Soziale Arbeit, Sozialwissenschaften oder über vergleichbare Qualifikationen und können eine mehrjährige Berufserfahrung vorweisen;
- Sie verfügen über Kenntnisse im Asyl- und Migrations- sowie im Kinder- und Jugendhilferecht und zu besonderen Schutzbedarfen;
- vorzugsweise verfügen Sie über Erfahrungen in der Arbeit mit den Zielgruppen des Projektes;
- willkommen sind didaktische Erfahrungen und Kompetenzen;
- Sie bringen Sensibilität im Umgang mit Diskriminierungserfahrungen mit;
- Sie verfügen über mindestens gute Deutschkenntnisse (mindestens B2-Niveau) und gute Kenntnisse in mindestens einer relevanten weiteren Sprache (mindestens B2-Niveau);
- Sie haben Freude an der Arbeit in einem selbstorganisierten Team;
- persönliches Engagement, Eigenverantwortlichkeit und selbstständiges Arbeiten;
- Sie sind in einem selbstreflektierten Umgang mit eigenen Privilegien und Grenzen geübt.
Unser Angebot:
- Arbeitsort ist Magdeburg oder Halle oder Stendal. Es besteht die Möglichkeit einen Teil der Arbeitszeit im Homeoffice , also von zu Hause aus, zu arbeiten.
- Die Stelle ist befristet bis 31.08.2026. Eine Verlängerung wird angestrebt.
- Die Entlohnung erfolgt in Anlehnung an TVöD Bund, Entgeltgruppe 11, die Einstufung richtet sich nach der einschlägigen Berufserfahrung.
- Die Aufgaben in den beiden Projektthemenschwerpunkten „UM-Werkzeugkoffer“ und „Qualifizierung“ werden jeweils in Kleinteams umgesetzt. Beim Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt setzen neun Projektmitarbeitende die Projektschwerpunkte („Qualifizierung“ und „umF“) um. Beim Flüchtlingsrat Thüringen erfolgt die Umsetzung der Projektschwerpunkte mit weiteren vier Projektmitarbeitenden in enger Kooperation.
- Ein solidarisches und achtsames Team mit dem Anspruch, in flachen Hierarchien zu arbeiten.
Wir möchten Menschen, die Diskriminierung erfahren, ausdrücklich ermutigen, sich zu bewerben. Einige Menschen, die beim Flüchtlingsrat arbeiten, haben eigene Flucht- oder Migrationserfahrungen. Viele Menschen, die beim Flüchtlingsrat arbeiten, sind in Bezug auf die meisten Diskriminierungsformen privilegiert. Seit mehreren Jahren sind wir in einem selbstkritischen und langfristigen Lernprozess über gesellschaftliche Diskriminierungen und Privilegien. Dieser hat zum Ziel, einen inklusiven, offenen und diskriminierungssensiblen Raum zu schaffen.
Wir freuen uns insbesondere über Bewerbungen von Menschen, die mit ihren Erfahrungen und Perspektiven zur Diversität unseres Teams beitragen und den Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V. aktiv mitgestalten möchten.
Barrierefreiheit: Der Arbeitsplatz ist an allen außer einem unserer Bürostandorte derzeit noch nicht barrierefrei. Sollten bei Ihnen besondere Bedürfnisse vorliegen, teilen Sie uns dies bitte mit, damit wir – je nach Einsatzort – gemeinsam eine Lösung prüfen können.
Bei Interesse senden Sie uns Ihre Bewerbung (Anschreiben und Lebenslauf – ohne Foto) bitte bis zum 27.05.2026.
Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich am 29.05.2026 statt.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
Förderung: Das Projekt wird kofinanziert von der Europäischen Union (AMIF), vom Land Sachsen-Anhalt, dem Freistaat Thüringen und der UNO Flüchtlingshilfe.