Projektkoordination (m/w/d), 30 Wochenstunden,zum nächstmöglichen Zeitpunkt, befristet bis 14.06.2028
NHU e.V. – Berlin
Projektkoordination „Rechte & Wege“ (m/w/d)
Politisch-bildnerische Arbeit, Empowerment und Gemeinwesenarbeit
in Teilzeit, 30 Wochenstunden
zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet bis 14.06.2028
Das Nachbarschaftshaus Urbanstraße e. V. sucht für das Projekt „Rechte & Wege“ eine engagierte Person für die Projektkoordination.
Das Projektteam besteht aus zwei Personen. Die ausgeschriebene Stelle umfasst 30 Wochenstunden und übernimmt im Projektalltag den Überblick über Abläufe, Planung, Umsetzung und Dokumentation. Sie arbeiten eng mit einer weiteren Kolleg*in mit 25 Wochenstunden zusammen.
Worum geht es?
Mit „Rechte & Wege“ schaffen wir niedrigschwellige Räume politischer Bildung, in denen Alltagserfahrungen mit Armut, Wohnen, Behörden und Ausschluss ernst genommen, gemeinsam eingeordnet und mit Fragen von Rechten, Würde, Teilhabe und Handlungsmöglichkeiten verbunden werden.
Der Schwerpunkt liegt auf politisch-bildnerischer Arbeit. Das Projekt ist an bestehende Beratungsstrukturen angedockt, macht aber keine Einzelfallberatung. Aus wiederkehrenden Themen wie Mietdruck, Leistungsbezug, Behördenhürden, Scham, Diskriminierung oder drohendem Wohnungsverlust entwickeln wir verständliche, alltagsnahe und stärkende Bildungs-, Gesprächs-, Beteiligungs- und Empowermentformate.
Geplant sind unter anderem ein Pop-up-Stand, ein mobiles Kiezcafé, kurze freiwillige Befragungen, Gesprächsformate, kreative Aktionen und Kooperationen mit Initiativen und Stadtteilstrukturen.
Arbeitsgebiet
- Koordination des Projekts, einschließlich Zeitplanung, Absprachen, Abläufen und Dokumentation
- Entwicklung und Umsetzung niedrigschwelliger politisch-bildnerischer Formate zu Wohnen, Armut, Rechten, Teilhabe und Diskriminierung
- Aufsuchende und niedrigschwellige Arbeit im Sozialraum, unter anderem mit Pop-up-Stand und mobilem Kiezcafé
- Zusammenarbeit mit Kolleg*innen aus Beratung und Gemeinwesenarbeit bei klarer Rollentrennung zur Einzelfallberatung
- Kooperation mit Initiativen, Selbstvertretungen, Stadtteilstrukturen und weiteren Partner*innen
- Einbindung von Erfahrungswissen in die Entwicklung und Reflexion der Projektpraxis
- Auswertung von Bedarfen und Erfahrungen sowie Mitwirkung an Berichten, Materialien und Transfer
Wir erwarten
- ein abgeschlossenes Hochschulstudium mindestens auf Bachelor-Niveau, zum Beispiel in Sozialer Arbeit, Kulturwissenschaften, Politikwissenschaften, Sozialwissenschaften, Geisteswissenschaften oder einem vergleichbaren Studiengang
- fachliche und/oder praktische Erfahrungen in politischer Bildung, Gemeinwesenarbeit, Empowermentarbeit, Antidiskriminierungsarbeit oder vergleichbaren Arbeitsfeldern
- eine diskriminierungssensible und machtkritische Haltung
- Freude an politisch-bildnerischer Arbeit und an der Entwicklung neuer Formate
- gute Fähigkeiten in Koordination, Strukturierung und selbstständigem Arbeiten
- Sicherheit darin, niedrigschwellig, respektvoll und diskriminierungssensibel mit unterschiedlichen Menschen ins Gespräch zu kommen
- Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke und Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Akteur*innen
Wir wünschen uns
- Erfahrungen in Moderation, Beteiligungsformaten, Projektkoordination, Netzwerkarbeit oder Dokumentation
- Interesse an Themen wie Wohnen, Armut, soziale Rechte, Diskriminierung, Teilhabe und Empowerment
- Erfahrung in sozialraumorientierter oder aufsuchender Arbeit
- Bereitschaft, neue Formate praktisch mit aufzubauen und weiterzuentwickeln
- Mehrsprachigkeit oder eigene/familiäre Erfahrungen mit Migration, Armut, Behörden, Leistungsbezug, Wohnungslosigkeit, Diskriminierung oder Selbstorganisation können wertvolle Kompetenzen sein. Eine Offenlegung ist freiwillig.
Wir bieten
- eine sinnvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit in Berlin-Kreuzberg
- viel Gestaltungsspielraum beim Aufbau eines neuen Projekts
- ein kleines Projektteam mit enger Zusammenarbeit
- fachlichen Austausch und kollegiale Unterstützung
- Einbindung in erfahrene Strukturen der Gemeinwesenarbeit, Beratung und Stadtteilnetzwerke
- Raum für kreative, niedrigschwellige und partizipative Arbeitsformen
Rahmenbedingungen
Die Stelle umfasst 30 Wochenstunden. Der Beginn ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Die Stelle ist befristet bis zum 14.06.2028.
Arbeitsort ist Berlin-Kreuzberg.
Die Vergütung erfolgt nach der beim Träger geltenden Vergütungsordnung, orientiert a TVL Entgeltgruppe 9, anteilig bei 30 Wochenstunden. Die konkrete Stufenzuordnung richtet sich nach der geltenden Vergütungsordnung und einschlägiger Berufserfahrung.
Bewerbung
Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit kurzem Anschreiben, Lebenslauf und relevanten Nachweisen bis zum 01.08.2026 an:
Uns interessiert besonders, welche Erfahrungen, Perspektiven und Kompetenzen Sie für ein Projekt mitbringen, das Wohnen, Armut, Rechte, politische Bildung, Empowerment und Gemeinwesenarbeit verbindet.
Menschen mit Behinderung werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.
Wir wertschätzen Vielfalt und freuen uns daher auf alle Bewerbungen – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität.