Prof. Dr. Simone M. Müller
Universität Augsburg Land Bayern – Augsburg
Aufgaben
Die DFG-Forschungsgruppe „Thinking with Wetlands“ hinterfragt die Eindimensionalität der Erzählung über den Wandel von Feuchtgebieten in Zentral- und Westeuropa von einer imaginierten Natur hin zu einer imaginierten Kultur. Im Fokus stehen Zwischenzonen sowie mehrdeutige, ambivalente und oft umstrittene Visionen, Begriffe und Erfahrungen, welche die Beziehungen zwischen Mensch und Feuchtgebieten beschreiben. Ziel ist es, bisher unsichtbaren Akteuren eine Stimme und wenig erforschten Praktiken im Umgang mit Feuchtgebieten Sichtbarkeit zu geben.
Konkret sind Stellen in folgenden Teilprojekten der Forschungsgruppe zu besetzen:
- 1. Feuchtgebiete erfahren: Küstennahe Marschen als umkämpfte Landschaften in England und Europa (17./18. Jahrhundert)
- 2. Die Bukowina und ihre natürlichen Merkmale: Vertikale Zivilisierung für Feuchtgebiete und Völker
- 3. Sumpfluft: Die Erforschung und (teilweise) Entzauberung einer unheimlichen Atmosphäre 1700 - 1866
- 4. Heilung im Moorbad. Westböhmische Kurorte, Balneologie und Körperpolitik im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert
- 5. Sumpf um Sumpf. unsere Ansprechperson und der Schutz von Feuchtgebieten in Bayern, 1905-1984
Profil
- Abschluss in den Geschichtswissenschaften oder in verwandten Fächern mit historischer Expertise
- Abgeschlossenes Studium (M.A., M.Sc. oder gleichwertig) mit sehr guten Noten
- Kenntnisse in der Forschung
- Sprachkenntnisse in Englisch und Deutsch; für einzelne Projekte können weitere Sprachkenntnisse notwendig sein
- Bei Nicht-Muttersprachler*innen: Bereitschaft, innerhalb der ersten zwei Jahre der Forschungsgruppe Deutschkenntnisse zu erwerben
- Bereitschaft, sich auf einen interdisziplinären Dialog und kooperative Formate einzulassen
- Aktive Teilnahme an den gemeinsamen Forschungsprojekten und Veranstaltungen der Forschungsgruppe
Wir bieten
- Ein strukturiertes Promotionsprogramm
- Unterstützung des Engagements für Vielfalt und Gleichstellung; Frauen sowie Menschen aus unterrepräsentierten Gruppen und Regionen werden explizit ermutigt, sich zu bewerben
- Förderung der beruflichen Gleichstellung von Frauen und Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsleben
- Bevorzugte Berücksichtigung von Bewerberinnen und Bewerbern (m/w/d) mit einer Behinderung/chronischen Erkrankung bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung
Rahmenbedingungen
- Beginn: 1. April 2027
- Umfang: 65%-Stelle
- Vergütung: TVL-13
- Befristung: Laufzeit von 4 Jahren
- Dienstort: Universität Augsburg
Über die Universität Augsburg
Die Universität Augsburg hostet die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsgruppe „Thinking with Wetlands. Histories from the Quaking Zone, 1630-1997“. Die Forschungsgruppe ist interdisziplinär und international ausgerichtet und eingebettet in ein weltweites Netzwerk an Projektpartnern.
Bewerbung
Die Bewerbung kann in deutscher oder englischer Sprache verfasst werden und muss als eine PDF-Datei (bis zu 8 MB) über den Bewerbungslink zur Originalanzeige hochgeladen werden. Bewerbungsschluss ist der 11. Dezember 2026.
Folgende Unterlagen sind digital einzureichen:
- das Online-Bewerbungsformular über den Bewerbungslink zur Originalanzeige
- ein Motivationsschreiben (max. 400 Wörter)
- ein Umsetzungsvorschlag für ein (max. zwei) konkretes Projekt der Forschungsgruppe (max. 1500 Wörter)
- ein kurzer Lebenslauf (max. 2 Seiten)
- Kopien der Hochschulabschlüsse
- die wissenschaftliche Abschlussarbeit oder ein anderer selbst verfasster, längerer Text (z. B. eine Hausarbeit, ein wissenschaftlich begutachteter Artikel oder ein Buchkapitel)
Nach einer Vorauswahl finden ab Januar 2027 individuelle Bewerbungsgespräche statt.