Praktikum im Rahmen des Projektes „Postkoloniale Stadtrundgänge Mainz“
Rosalux – Berlin
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz e.V. sucht in Kooperation mit dem Institut für Ethnologie und Afrikastudien (Universität Mainz) und der Kunsthalle Mainz für die Zeit vom 1.9. bis 30.11.2026 einen Praktikantin (w/d/m) im Rahmen des Projektes „Postkoloniale Stadtrundgänge Mainz“ im Regionalbüro der Stiftung in Mainz.
Es handelt sich um ein Vollzeitpraktikum (39 Stunden/Woche) im Rahmen eines Studiums für eine Dauer von drei Monaten. Ein längerer Zeitraum ist im Rahmen von Pflichtpraktika auch als Teilzeitpraktikum möglich.
Was ist „Postkoloniale Stadtrundgänge/Recherche Mainz“?
Auch die Stadt Mainz hat eine koloniale Vergangenheit: So war die Stadt beispielsweise ein Handelsort sogenannter Kolonialwaren, es sind Straßen nach Menschen benannt, die in die deutsche Kolonialgeschichte involviert waren, und auf Friedhöfen finden sich Gräber von Kolonialsoldaten. Diese Vergangenheit ist zum Teil ein sichtbarer Bestandteil der Stadt, oftmals aber verdeckt und unbekannt. In jedem Fall aber ist ihr Nachleben bis in die Gegenwart spürbar. An dieser Schnittstelle von Geschichte und zeitgenössischem Leben in der Stadt setzt das Projekt „Postkoloniale Stadtrundgänge“ an. Sein Anliegen ist es, aufzuzeigen, dass es überall in Deutschland koloniale Vergangenheit/Gegenwart gibt, die befragt und aufgearbeitet werden muss.
Der Fokus des Projekts liegt auf Identifikationsorten für Mainzer*innen, dem Alltagserleben in der Stadt Mainz sowie historischen Orten und ihren Bezügen zum Kolonialismus. Dies können Gebäude, Straßen- und Familiennamen, Persönlichkeiten, Institutionen, Ereignisse, Objekte, Sammlungen oder Geschichten sein. Wir bieten bereits einen solchen Rundgang durch die Mainzer Neustadt an. Ziel der jetzigen Recherche ist die Bereitstellung von Informationen zu Orten, Personen etc., die in die Erarbeitung eines postkolonialen Stadtrundgangs mit Fokus auf die Mainzer Altstadt einfließen sollen.
Tätigkeitsbereiche:
- Recherche in Archiven, Bibliotheken, Datenbanken
- Beschaffung und Zusammenstellung einer Datengrundlage aus diversen Medien
- Strukturierung und vorbereitende Mitarbeit bei der Planung eines stadtbezogenen Rundgangs und anderer Formate entlang der erstellten Datengrundlage und den Parametern der Projektgruppe
- Kommunikationskoordination zwischen den Projektpartner*innen
- Erstellen eines Literaturverzeichnisses
- Aufbereitung des bereits vorhandenen Materials für einen Flyer
Anforderungen:
- Vorausgesetzt wird Interesse an der Recherche/Aufbereitung und ggf. Vermittlung von Inhalten an ein breites Publikum.
- Wir freuen uns auf Bewerbungen von Student*innen verschiedener Studiengänge wie beispielsweise Geschichte, Ethnologie, Kommunikation, Journalismus, Sozialwissenschaften, Mediendesign, Medienpädagogik, Erziehungswissenschaften oder vergleichbare Studiengänge.
- Bewerber*innen sollten Grundkenntnisse und erste Erfahrungen im Bereich Archivarbeit, Texterstellung und Geschichte sowie Interesse an digitaler Bildung, politischer Bildung generell und linker Politik mitbringen.
- Vorausgesetzt werden sehr gute Deutschkenntnisse. Kenntnisse in Englisch, Französisch sind von großem Vorteil.
Arbeitsort ist Mainz. Das Vollzeitpraktikum wird mit 500 € monatlich vergütet.
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, bestehenden gesellschaftlichen Benachteiligungen entgegenzuwirken (entsprechend §5 AGG/ Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz). In diesem Zusammenhang fordern wir:
die die Voraussetzungen der Stellenbeschreibung erfüllen, ausdrücklich zur Bewerbung auf.
- Frauen*, nicht-binäre, inter- und transgeschlechtliche Menschen
- Menschen mit internationaler Biografie und/oder Rassismus-Erfahrung,
- Menschen mit Schwerbehinderung
- Menschen jeglicher Nationalität, Religion und sexueller Orientierung
- Menschen mit anderen zur Benachteiligung/Diskriminierung führenden Merkmalen,
Geeignete schwerbehinderte Menschen werden vorrangig berücksichtigt, sofern sie mit Ausnahme der körperlichen Eignung über die gleiche Qualifikation verfügen. Dabei werden wiederum schwerbehinderte Frauen (§ 154 Abs. 1 Satz 2 SGB IX), non-binäre, intergeschlechtliche und Transpersonen sowie schwerbehinderte BIPoC besonders berücksichtigt.
Bei Interesse schick uns bitte bis zum 26.7.2026 dein Motivationsschreiben, deinen Lebenslauf, deine Studienbescheinigung und einen Pflichtpraktikums-Nachweis (z. B. einen Auszug aus der Studienordnung) an.