Postdoctoral position (m/f/d) | The social dynamics of collective dispersal
Max Planck Institute of Animal Behavior – Radolfzell, Konstanz
Kurzbeschreibung der Position
Das Max-Planck-Institut für Tierverhalten bietet an seinen Standorten Konstanz und Radolfzell eine internationale, interdisziplinäre und kooperative Umgebung, die einzigartige Forschungsmöglichkeiten eröffnet. Ziel unserer Grundlagenforschung ist es, ein quantitatives und prädiktives Verständnis der Entscheidungen und Bewegungen von Tieren in ihrer natürlichen Umgebung zu entwickeln.
Für die Forschungsgruppe Gene und Verhalten am Max-Planck-Institut für Tierverhalten suchen wir einen hochmotivierten Postdoc. Die Position wird zunächst für 2 Jahre angeboten, mit der Möglichkeit einer Verlängerung.
Unsere Gruppe
Die Forschungsgruppe Gene und Verhalten wird von Dr. Serena Ding geleitet. Wir interessieren uns grundsätzlich dafür, wie und warum Nematoden kollektiv handeln. Um unsere Forschungsfragen zu beantworten, verwenden wir eine Kombination aus genetischen, verhaltensbezogenen, quantitativen und Modellierungstechniken, um eine Reihe kollektiver Verhaltensweisen in Gruppen von Nematoden zu untersuchen, einschließlich des Modellorganismus C. elegans.
Das Projekt
Wir haben kürzlich festgestellt, dass Turmbildung ein Mechanismus für die kollektive Ausbreitung bei Caenorhabditis-Nematoden ist. Während wir in klonalen Populationstürmen keine klaren Beweise für Arbeitsteilung fanden, können sich soziale Dynamiken in heterogenen Populationen mit beispielsweise gemischter Verwandtschaft, Geschlecht, Lebensstadien und zugrunde liegenden Zuständen unterscheiden. Wir haben gezeigt, dass Populationsheterogenität keine Verhaltensmodulation in gemischten C. elegans-Gruppen unter Nahrungsfülle erzeugt, aber darauf hindeutet, dass sich die Wirkung grundlegend unterscheiden kann, wenn Nahrungsknappheit herrscht, wo kollektives Verhalten direkte Auswirkungen auf die Fitness haben kann.
Für dieses Projekt wollen wir verstehen, wie soziale Mechanismen die Verhaltens- und Populationsdynamik der kollektiven Ausbreitung in heterogenen Populationen prägen. Die Forschung umfasst die Planung, Durchführung und Analyse von Experimenten, um diese Frage zu beantworten. Mögliche Forschungsansätze können unter anderem Folgendes umfassen: Kooperation und Altruismus, Wettbewerb und soziales Betrugsverhalten sowie Kommunikation und Koordination. Dieses Projekt wird einen hauptsächlich laborbasierten Ansatz verfolgen und möglicherweise Feldarbeit im Landkreis Konstanz beinhalten. Die Projektdetails werden auf die Fähigkeiten, Erfahrungen und Ideen des erfolgreichen Kandidaten zugeschnitten.
Jobanforderungen
Wesentliche Anforderungen
- Promotion in Ökologie und Evolution, Tierverhalten, kollektivem Verhalten oder einem verwandten Gebiet
- Grundlegendes Interesse an biologischen Phänomenen und eine offene Herangehensweise an Fragen
- Literaturkenntnisse und konzeptionelle Stärke
- Bereitschaft und Fähigkeit, sowohl unabhängig als auch kollaborativ in einem wissenschaftlich und kulturell vielfältigen Team zu arbeiten
- Ausgezeichnete mündliche und schriftliche Kommunikationsfähigkeiten in Englisch
Wünschenswert
- Kreativität und Breite bei experimentellen Ansätzen
- Vorherige Erfahrung mit bildbasierter Verhaltensanalyse, sequenzbasierter genetischer Analyse und mit Wirbellosentiersystemen ist ein Plus, aber nicht erforderlich.
Unser Angebot
Wir bieten einen interessanten Arbeitsplatz in einem offenen Team, einen verantwortungsvollen und abwechslungsreichen Arbeitsplatz in einem wachsenden, interdisziplinären und internationalen Forschungsinstitut. Die Bezahlung erfolgt entsprechend Ihrer Erfahrung und Qualifikation sowie dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD-Bund). Die Max-Planck-Gesellschaft bemüht sich, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen von schwerbehinderten Personen sind ausdrücklich erwünscht. Die Max-Planck-Gesellschaft strebt nach Gleichstellung und Vielfalt. Wir begrüßen Bewerber aller Hintergründe.