Berater:in für Betroffene rassistischer und rechter Gewalt
ARIBA e.V. - Antirassistische intersektionale Bildungsarbeit e.V./ReachOut – Berlin
Kurzbeschreibung der Position
Zum nächstmöglichen Zeitpunkt sucht das Projekt ReachOut – Opferberatung und Bildung gegen Rassismus und Rechtsextremismus eine:n Berater:in (30 h/Woche) zur Beratung von Betroffenen rassistischer und rechter Gewalt sowie für beratungsbezogene Öffentlichkeitsarbeit.
Hauptaufgaben
- traumasensible, psychosoziale Beratung, Klärungshilfe und Krisenintervention
- Beratung über rechtliche Möglichkeiten, z.B. Strafanzeige, Nebenklage, Strafverteidigung, Kontakt zu Anwält:innen (Straf-, Opfer-, Zivilrecht)
- Beratung über finanzielle Hilfen und Unterstützung bei Anträgen, z.B. Prozesskostenbeihilfe, Rechtshilfefonds und Entschädigungsleistungen (z.B. nach SGB XIV)
- Begleitung zur Polizei (z.B. bei Vernehmungen), Gerichten, Anwält:innen und anderen relevanten Institutionen
- Kommunikation mit Anwält:innen, Ermittlungsbehörden und anderen öffentlichen Stellen
- bei Bedarf vor-Ort-Beratung und Online-Beratung
- beratungsbezogene Dokumentation, Fallanalyse und Aufarbeitung
- Fallbezogene Öffentlichkeitsarbeit und Mitwirkung an politischen Prozessen zur Sichtbarmachung rassistischer und rechter Gewalt
- Erarbeitung von ressourcenorientierten Unterstützungs- und Interventionsplänen
- Netzwerkarbeit mit zivilgesellschaftlichen Akteur:innen, Community-Strukturen, Anwält:innen und Unterstützungsangeboten
- Recherchen zu Angriffen sowie Mitarbeit im Monitoring rassistischer und rechter Gewalt
- Mitwirkung an der Weiterentwicklung rassismuskritischer Beratungsstandards
- Zusammenarbeit im Team und mit den anderen Projektbereichen zur Weiterentwicklung gemeinsamer Strategien und Projektzielen
Qualifikationen und Fähigkeiten
- Abgeschlossenes Studium in Sozialer Arbeit, Pädagogik, Rechts-, Sozialwissenschaften oder vergleichbare Qualifikation
- vertiefte Kenntnisse in den Themenbereichen (institutioneller) Rassismus und rechte Gewalt
- mehrjährige Berufserfahrung in der psychosozialen Beratung, idealerweise mit Fokus auf rassismuskritische, traumasensible Praxis
- Erfahrung in der Einschätzung und im Aufzeigen rechtlicher Möglichkeiten (z.B. Strafverfolgung, Opferschutz)
- klare reflektierte Haltung gegen institutionellen Rassismus und rechte Gewalt
- fundierte Erfahrung in der professionellen Auseinandersetzung mit traumatisierenden Inhalten
- Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Sprachmittler:innen und in mehrsprachigen Beratungskontexten
- hohe Flexibilität im Umgang mit herausfordernden, komplexen Beratungssituationen
- Souveräner Umgang mit unterschiedlichen Gesprächspartner:innen und Institutionen
- Kenntnisse von Empowermentmethoden und -strategien
- Fähigkeit zum achtsamen Umgang mit den emotionalen Anforderungen der Arbeit mit gewaltbetroffenen Menschen
- ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit, Empathie und Konfliktfähigkeit
- Teamfähigkeit, Eigeninitiative und Organisationsgeschick
- Analyse-, Reflexions- und Kritikfähigkeit im Hinblick auf eigene Arbeit und gesellschaftliche Machtverhältnisse
- idealerweise Sprachkenntnisse in weiteren nicht kolonialen Sprachen (z. B. Arabisch, Türkisch, Romanes, Kurdisch, etc.)
Arbeitsort / Rahmenbedingungen
- Die Stelle ist bis zum 31.12.2026 befristet. Eine Weiterbeschäftigung ist vorbehaltlich der jährlichen Weiterbewilligung der Mittel vorgesehen.
- Der Arbeitsplatz ist der Projektstandort in Berlin-Friedrichshain.